Start Ratgeber Brennholz Brennholz aus dem Baumarkt, lohnt sich das wirklich?

Brennholz aus dem Baumarkt, lohnt sich das wirklich?

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Feuerholz

Es ist Zeit, das Brennholzlager wieder aufzufrischen. Lohnt es sich, das Feuerholz im Baumarkt zu kaufen?

Plötzlich ist der Winter doch länger als man angenommen hatte und das eingelagerte Brennholz reicht nicht aus. Kauft man nun einen neuen Raummeter beim Holzlieferanten seines Vertrauens, auf die Gefahr hin, das das Holz über den Sommer zu trocken wird? Oder geht man doch schnell in den nächsten Baumarkt und kauft sich ein zwei Säcke Brennholz?

Im anderen Fall wird der Kamin nur als Deko oder Wohlfühlelement genutzt, es wird also keine große Menge an Brennholz benötigt, lohnt es sich da, Feuerholz im Baumarkt zu kaufen?

Wir haben es für Sie getestet!

Es gibt verschiedene Säcke im Baumarkt zu kaufen, die meisten liegen um und bei € 3,- für 12,5 dm³ Mischholz.

Zum Vergleich, ein m³ Kaminholz im Baumarkt liegt zwischen ca. € 90,- und € 120,-. Hier lohnt sich das Vergleichen von Angeboten, günstiger ist das Kaminholz, wenn es in der Werbung ist.

1 m³ = 0,001 dm³

Vom finanziellen Aspekt ist es also nicht erträglich, die einzelnen Säcke zu kaufen.
Bei Raummetern sieht es schon deutlich anders aus.

Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung!

Der Raummeter (RM) ist zwar teurer, aber hier zählt der genutzte Raum, das Holz wird vernünftig geschichtet.

Bei einem Schüttraummeter (SRM) wird das Brennholz einfach geschüttet, somit ist viel Luft zwischen den Scheiten, was weniger Feuerholz zur Folge hat.

Mittlerweile haben die Holzlieferanten Ihre Preise deutlich angepasst, auch hier lohnt sich der Vergleich.

Zurück zum Baumarkt Feuerholz:

Grundsätzlich sind die Feuerholzsäcke vorgetrocknet, das bedeutet allerdings nicht, das sie die richtige Feuchte für das Kaminfeuer haben. Zu feuchtes Feuerholz hat starke Rußbildung zur Folge. Das Holz brennt schlecht, die Sichtscheibe des Ofens ist schnell verrußt und umweltfreundlich ist das Verbrennen von feuchtem Brennholz erst recht nicht.

Hier empfiehlt es sich auf ein Holzfeuchtigkeitsmessgerät zurückzugreifen. Einfache Geräte sind schon ab ca. € 10,- zu erhalten.

Feuerholz sollte auf unter 20 % getrocknet sein.

Dies ist durch die Bundesimmissionsschutzverordung vorgeschrieben.

Wir haben in einigen Baumärkten nachgemessen und festgestellt, das einige Säcke Brennholz noch eine Restfeuchte von 40 % hatten, trotz der Aufschrift „Vorgetrocknet“ oder „sofort Heizen“. Dies ist natürlich sehr erschreckend, denn dieses Feuerholz sollte man keinesfalls zum Verbrennen nehmen.

Aber auch perfekt getrocknetes Holz haben wir vorgefunden, hier kommt es auch oft auf die Lagerung im Baumarkt an.

Auch sollte man auf die genaue Bezeichnung des Holzes achten. Welche Holzarten sind enthalten?

Weiches Holz für ein kurzes Feuer, hartes Holz für lange Wärme.

Dies gilt besonders bei Raummetern. Ein günstiger Preis ist verlockend, doch meist bedeutet günstig auch, dass viel weiches Holz enthalten ist.

Grundsätzlich waren die getesteten Raummeter im Baumarkt deutlich besser von Feuchtigkeitsgehalt zu den einzelnen Säcken. Hier kann mal also meist beruhigt zugreifen.

Also, lohnt es sich Brennholz aus dem Baumarkt zu kaufen?

Grundgesetzlich gilt, auf die genaue Bezeichnung kommt es an. Und mehr ist gleich weniger. Großmengen lohnen sich eher, als die kleinen Säcke. Wir empfehlen, immer ein Feuchtigkeitsmesser mit zu nehmen, um beim Kauf von Feuerholz auf der sicheren Seite zu sein.

Und natürlich ist das Preise Vergleichen lohnenswert.