Start Ratgeber Brennholz Brennholz aus dem Baumarkt – lohnt es sich?

Brennholz aus dem Baumarkt – lohnt es sich?

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Der Brennholz-Bestand neigt sich dem Ende – nun ist es an der Zeit, das Brennholzlager wieder aufzufrischen. Wir wollen wissen, lohnt es sich das Brennholz im Baumarkt zu kaufen?

Plötzlich ist der Winter doch länger, als man angenommen hatte und der Restbestand vom Brennholz reicht nicht mehr aus. Kauft man nun einen Raummeter bei dem Forst/- Holzhof seines Vertrauens? Oder fährt man schnell in den nächsten Baumarkt und kauft sich dort 1-2 Säcke Brennholz?

Im letzteren Fall wird der Kamin überwiegend als Deko oder Wohlfühlelement genutzt. Es wird also keine große Menge Brennholz (Raummeter) benötigt. Lohnt es sich da, das Feuerholz im Baumarkt zu kaufen?

Wir haben es für Sie getestet!

Es gibt verschiedene Säcke im Baumarkt zu kaufen. Die meisten liegen in einer Preisklasse von wenigen Euro. So findet man bereits 12,5 dm³ Mischholz für 2,99€.

Zum Vergleich, ein Raummeter Kaminholz liegt in Baumärkten bei ungefähr 90€ – 120€. Bei dieser Menge Brennholz lohnt sich das Vergleichen von Angeboten verschiedener Baumarktketten. Außerdem befinden sich nicht selten größere Mengen Brennholz im Angebot.

1 dm³ = 0,001 m³

Vom finanziellen Aspekt aus betrachtet lohnt es sich schon mal nicht, viele 12,5 dm³ Brennholz-Säcke zu kaufen. Da lohnen sich die Raummeter-Angebote schon deutlich mehr. Rechnet man nämlich 12,5 dm³ Holzsäcke für 2,99€ zu einem Raummeter zusammen, entstünden Kosten von ungefähr 240€. Also mehr als doppelt so viel wie für einen Raummeter auf Palette.

Wenn Sie sich fragen, welches Brennholz am längsten brennt, dann finden Sie hier alle Infos.

Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung!

Wer Brennholz als Raummeter kaufen möchte, wird dabei auf eine der folgenden Bezeichnungen stoßen. Raummeter (RM) und Schüttraummeter (SRM).

Ein Raummeter (RM) Brennholz ist zwar teurer, hier zählt jedoch der tatsächlich genutzte Raum. Das Holz wird im RM vernünftig und platzsparend geschichtet.

Der Schüttraummeter (SRM) wird zwar günstiger sein, jedoch auch weniger Holz enthalten. Das Brennholz wird hier einfach aufgeschüttet, was mehr Lufteinschlüsse zwischen den Holzscheiten und somit weniger Brennholz zur Folge hat.

Zurück zum Baumarkt Feuerholz:

In der Regel ist das Brennholz in den Säcken vorgetrocknet. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie einen geeigneten Restfeuchtegehalt haben. Zu feuchtes Feuerholz hat einen schlechten und wenig effizienten Abbrand sowie starke Rußbildung zur Folge. Das Feuer brennt nicht richtig, die Sichtscheibe des Ofens ist schnell verrußt und aus dem Schornstein tritt besonders umweltschädlicher Rauch aus.

An dieser Stelle lohnt es sich, auf ein sogenanntes „Feuchtigkeitsmessgerät. Mithilfe dieses Geräts kann der Restfeuchtegehalt von Brennholz bestimmt werden. Einfache Geräte sind bereits ab ca. 10 € zu haben.

Feuerholz sollte auf unter 20 % getrocknet sein.

Wir haben in einigen Baumärkten nachgemessen und festgestellt, das vermehrt ein Restfeuchtegehalt von ungefähr 40 % festgestellt werden konnte. Trotz der Aufschrift „Vorgetrocknet“ oder „sofort heizbar“. Dieser Restfeuchte-Wert ist natürlich viel zu hoch, weshalb dieses Holz für das Verbrennen ungeeignet ist. Es müsste noch mindestens 6 weitere Monate getrocknet werden.

Wir haben jedoch auch zahlreiche Säcke mit perfekt heruntergetrocknetem Holz messen können. Hier lag der Restfeuchtegehalt oftmals bei knapp 15 % – 20 %. Es kommt also ganz auf die Frische und Lagerung des Brennholzes an.

Die Heizwerte verschiedener Holzarten

Es sollte zudem auf die Holzart geachtet werden. Holzarten weisen allesamt unterschiedliche Heizwerte auf. Am häufigsten kommen jedoch Buche, Birke, Fichte, Kiefer und Eiche in Brennholz-Paketen vor. Die Heizwerte dieser Holzarten sehen aus wie folgt:

HolzartHeizwert je RaummeterHeizwert je Kilogramm
Buche1945 kWh3,7 kWh
Birke1759 kWh4,0 kWh
Fichte1482 kWh4,2 kWh
Kiefer1574 kWh4,1 kWh
Eiche1945 kWh3,9 kWh

Hart oder Weichholz? – so wichtig ist der Holztyp

Ein weiterer zu beachtender Faktor ist, ob es sich bei dem Holz um Hart- oder Weichholz handelt. Weichholz ist in der Regel günstiger – verbrennt jedoch auch merkbar schneller als Harthölzer. Zu den Weichhölzern gehören z.B. Fichte und Kiefer, zu den Harthölzern Eiche und Buche.

Hartholz = Darrdichte bei mehr als 0,55 Gramm pro cm³
Weichholz = Darrdichte bei weniger als 0,55 Gramm pro cm³

Unser Fazit: Lohnt es sich, Brennholz im Baumarkt zu kaufen?

Wir denken ja, der Kauf von Brennholz aus dem Baumarkt kann durchaus verlockend sein. Nehmen Sie bei dem Kauf jedoch unbedingt ein Feuchtigkeitsmessgerät mit und achten Sie auf die verschiedenen Bezeichnungen wie: „RM und SRM“, „Hart- und Weichholz“ und den „Restfeuchtegehalt“. Wenn Sie all dies beachten, sollten Sie bei dem Brennholzkauf im Baumarkt auf der sicheren Seite sein.

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