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Brennholz richtig lagern – so geht’s richtig!

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Brennholz stapeln

Immer mehr Menschen heizen heutzutage mit einem Kaminofen. Wird der Kaminofen richtig eingesetzt, kann er vorhandene Heizsysteme unterstützen und so Kosten senken. Wichtig für das effiziente Heizen ist jedoch geeignetes Brennholz sowie die richtige Lagerung.

Gas und Öl sind fossile, umweltschädliche Heizstoffe. Ganz im Gegensatz zu dem nachwachsenden und klimafreundlicheren Brennholz für Öfen. Zusätzlich sorgen Rußfilter und Verordnungen wie die Bundesimmissionsschutzverordnung Stufe 1 & 2 für ein besonders umweltfreundliches Heizergebnis.

Der Vergleich Brennholz, Heizöl, Erdgas

Ist das Brennholz auf ideale Restfeuchte heruntergetrocknet (unter 20 % Restfeuchtigkeitsgehalt), kann ein Raummeter Brennholz ca. 200 Liter Heizöl oder 200 m³ Erdgas ersetzen. Wichtig für die ideale Restfeuchte ist unter anderem die richtige Lagerung. Wir haben uns mehrere Lagermöglichkeiten angeschaut und die beliebtesten zusammengetragen.

Brennholz bekommt man heute schon fast überall

In der heutigen Zeit kann man Brennholz schon nahezu überall kaufen oder sogar selber schlagen. Ob im Baumarkt, im Supermarkt, bei dem örtlichen Forsthof oder sogar schon online – Brennholz ist über viele Quellen zugänglich und wird teilweise bis vor die Haustür geliefert.

Besonders Abenteuerliche können das Brennholz auch selber schlagen. Hierfür wird jedoch entweder eine Einweisung oder ein Motorsägenschein benötigt. Weitere Informationen und Wege zum Brennholzkauf können Sie in unserem Beitrag „Kaminholz besonders günstig kaufen“ nachlesen.

Beim Kauf auf Bezeichnungen achten!

Bei dem Brennholz kauf sollte unbedingt auf folgende Bezeichnungen geachtet werden „frisch, vorgetrocknet und getrocknet“. Diese Bezeichnungen sind ausschlaggebend für den Restfeuchtigkeitsgehalt des Brennholzes. „Frisches Brennholz“ verfügt meist über einen Restfeuchtigkeitsgehalt von knapp 60 %, „vorgetrocknetes Brennholz“ über knapp 30- 50 % und „getrocknetes Brennholz“ idealerweise unter 20 %.

Je nachdem, wie hoch der Restfeuchtigkeitsgehalt des gekauften Brennholzes ist, muss es weitere 1-2 Jahre getrocknet werden. Dafür ist die richtige Lagerung entscheidend.

So bereiten Sie den perfekten Lagerplatz vor!

Bei der Auswahl eines Lagerplatzes gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Das Holz soll ja schließlich so schnell wie möglich trocknen und im Ofen für wohlige Wärme sorgen.

  1. Damit möglichst viel Sonne auf die Lagerstätte fällt, sollte sie möglichst nach Süden ausgerichtet sein.
  2. Das Holz sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden, z. B. durch eine regenfeste Überdachung.
  3. Gegen aufsteigende Bodenfeuchte sollte eine wasserfeste Plane ausgelegt werden, auf der das Holz dann gestapelt werden kann.
  4. Zwischen den gestapelten Reihen sollten sollte ein wenig Platz gelassen werden, damit die Luft zirkulieren und das Holz besser trocknen kann.
  5. Bevor der Holzstapel schief und krumm wird, lohnt es sich, „unstapelbares“ Holz in einer Holzkiste zu sammeln.

Diese Lagermöglichkeiten haben Sie!

Brennholz im Holzunterstand lagern

Die wohl bekannteste Lagermöglichkeit von Brennholz ist der Holzunterstand. Einen Holzunterstand kann man im Baumarkt bereits für wenig Geld kaufen oder optional auch leicht selber bauen. Ein solcher Unterstand kann aufgebaut werden, wo auch immer Sie möchten. An der Hauswand, am Gartenhaus oder am Gartenzaun.

Sie sollten bloß darauf achten, dass zwischen Brennholz und Haus- oder Gartenhauswand 10 Zentimeter Platz für ausreichende Luftzirkulation gelassen wird. Andernfalls können das Holz sowie die Wände von Haus- oder Gartenhaus anfangen zu gammeln.

Für frisches und vorgetrocknetes Brennholz geeignet!

Brennholz im Schuppen lagern

Eine eher seltene, aber dennoch mögliche Lagerungsmöglichkeit ist die Lagerung im Schuppen. Damit es in dem Schuppen nicht anfängt zu gammeln, sollte dort nur trockenes Brennholz gelagert werden. Lassen Sie vorsichtshalber ein paar Zentimeter Platz zwischen dem Brennholz und der Gartenhauswand, damit die Luft angemessen zirkulieren kann.

Nur für getrocknetes Brennholz geeignet!

Brennholz als stilvolle Holzmiete lagern!

Wer das Brennholz ein wenig mehr in Szene setzen möchte, kann daraus eine sogenannte Holzmiete bauen. Eine Holzmiete ist ein komplett aus Holzscheiten bestehendes Baukonstrukt, das über einen Zeitraum von 1-5 Jahren im Garten aufgebaut werden kann. Es dient dazu, frisches und vorgetrocknetes Brennholz zu idealem Kaminholz herunter zu trocknen.

Wie genau Sie eine solche Holzmiete bauen und worauf zu achten ist, erzählen wir Ihnen in einem weiteren Beitrag. Vorab kann man jedoch sagen, dass für den Bau viel Zeit und Sorgfalt eingeplant werden muss, damit die Holzmiete am Ende seine eindrucksvolle Wirkung nicht verfehlt.

Besonders für frisches, aber auch für vorgetrocknetes Brennholz geeignet!

Wie lange sollte Brennholz lagern und woher weiß ich, wann es trocken genug zum Verfeuern ist?

Frisch geschlagenes Brennholz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 40 – 60 % und ist somit viel zu feucht zum Verfeuern. Je nachdem wie das Brennholz gelagert ist, benötigt es in etwa 1-3 Jahre, manchmal auch bis zu 5 Jahre, um zu trocknen.

Mit bloßem Auge oder per Gewicht abzuwägen, ob das Brennholz trocken genug für das Verfeuern im Kaminofen ist, ist kaum möglich. Es kann wohl kaum per Augenmaß festgestellt werden, ob der Feuchtigkeitsgehalt eines Holzscheits bei unter 20 % liegt. Das gelingt Ihnen jedoch mithilfe eines speziellen Feuchtigkeitsmessgeräts.

Diese Messgeräte stellen den Feuchtigkeitsgehalt zwischen 10 und 30 % relativ genau fest. Grundsätzlich sollten keine Brennhölzer mit einem Restfeuchtigkeitsgehalt von über 20 % verfeuert werden, da diese viel zu feucht für effiziente Brennvorgänge sind.

Sie sehen, es gibt viele Arten, das Brennholz richtig zu lagern. Beachtet man jedoch einzelne Punkte bei dem Aufbau eines Holzstapels oder einer Holzmiete, kann man sorglos in die Saison starten.