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Was ist eine Abbrandsteuerung?

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Abbrandsteuerung

Wenn Sie einen Kaminofen mit Abbrandsteuerung betreiben, können Sie davon ausgehen, dass dieser den Abbrand selbst reguliert. Sie müssen sich hierum also nicht kümmern. Die Abbrandsteuerung bietet somit den Vorteil, dass Sie weniger Aufwand haben und gleichzeitig von einer längeren Abgabe der Wärme profitieren. Sie heizen letztendlich effizienter.

Wie die Abbrandsteuerung funktioniert und was Sie diesbezüglich beachten sollten, das erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Worum handelt es sich bei einer Abbrandsteuerung?

Sie möchten sich einen Kaminofen kaufen, haben hiermit jedoch bislang keinerlei Erfahrung? Dann kann die korrekte Bedienung des Ofens Sie möglicherweise überfordern, denn Sie sollten sich nicht nur daran halten, das richtige Holz in der passenden Größe zu verheizen. Auch gewisse Erfahrungswerte tragen dazu bei, optimal zu heizen und dem Kaminofen immer exakt die Luftmengen zur Verfügung zu stellen, die er in der jeweiligen Heizphase benötigt.

Normalerweise betätigen Sie diesbezüglich einen Regler. Wenn Sie sich jedoch für einen Kaminofen mit Abbrandsteuerung entscheiden, müssen Sie den Kamin nicht manuell steuern. Dies regelt die Abbrandsteuerung selbst.

Die Vorteile einer solchen Steuerung liegen daher klar auf der Hand:

  • Sie profitieren von einem hohen Komfort, da Sie sich nur um wenige Details kümmern müssen
  • Der Ofen heizt deutlich effizienter, da er stets die benötigten Temperaturen erreicht
  • Hierdurch gestaltet sich das Heizen nachhaltiger und umweltfreundlicher (niedrige Emissionswerte)
  • Sie sparen erhebliche Holzmengen ein
  • Das Kaminfeuer ist nahezu perfekt
  • Der Ofen erzielt einen hohen Wirkungsgrad

Wie funktioniert die elektronische Abbrandsteuerung?

Damit die Abbrandsteuerung optimal funktionieren kann, besteht sie aus verschiedenen Bauteilen. Hierzu gehören:

  • Display
  • Steuergerät
  • Verbrennungsluftklappe inklusive Stellmotor
  • Abgassensor
  • verschiedene Kabel

Sobald Sie die Feuerraumtür öffnen, aktiviert sich die Abbrandsteuerung. Befindet sich der Ofen aktuell im Standby und Sie öffnen und schließen die Tür, öffnet sich auch der Luftschieber. Das ist also das Signal, dass die Steuerung nun in den Modus „Anheizen“ übergehen muss.

Wird der Ofen nun nicht angeheizt, schließt sich der Luftschieber wieder und der Ofen geht automatisch wieder in Standby.

Damit die Abbrandsteuerung effektiv arbeiten kann, wird auch der sogenannte Abgastemperaturfühler, welcher auch als „Feuerraumfühler“ bezeichnet wird, angesteuert. Er misst die Temperatur. Die entsprechenden Daten werden an die Steuereinheit weitergegeben und von dort wird ein Signal gesendet, sodass der Stellmotor die Verbrennungsluftklappe öffnen oder schließen kann. Es wird lediglich die Luftmenge zugeführt, die in der jeweiligen Heizphase benötigt wird, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und die Flamme zu erhalten.

Wird die Flamme beispielsweise kleiner, kann dies auf einen Sauerstoffmangel hindeuten. Die Lüftung öffnet sich dann, um neuen Sauerstoff einströmen zu lassen.

Aufgrund dieser Steuerung kann die erzeugte Wärme zudem länger gehalten werden. Die Abbrandsteuerung erweist sich also vor allem in den Abendstunden als perfekte Möglichkeit. Wenn Sie schon lange im Bett liegen und schlafen, arbeitet der Ofen noch immer völlig automatisch. Sie müssen sich um nichts kümmern.

Verschiedene Arten von Abbrandstufen

Bei den gängigen Ofenmodellen gibt es zwei Arten von Abbrandstufen. Hierbei handelt es sich um die klassische und die sparsame Variante.

  • Wenn Sie sich für die klassische Variante entscheiden, wird der Raum optimal aufgeheizt. Vor allem für Häuser mit einer geringen Dämmung eignet sich diese Variante.
  • Die „sparsame“ Abbrandstufe eignet sich für Häuser, die besser isoliert sind. Auch diese Variante heizt den Raum schnell auf, sorgt aber dafür, dass es nicht zu heiß wird. Diese Abbrandstufe trägt zum Energiesparen bei.

Wann muss ich neues Feuerholz nachlegen?

Unerfahrene Kaminofenbesitzer wissen oft nicht, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um Feuerholz nachzulegen. Sie mutmaßen meist nur und passen mit viel Glück den passenden Zeitpunkt ab.

Wenn Ihr Kaminofen über eine Abbrandsteuerung verfügt, müssen Sie sich jedoch auch hierüber keine Gedanken mehr machen. Die Steuerung wird Ihnen ein Signal geben, sobald es an der Zeit ist, Feuerholz nachzulegen. Um den Zeitpunkt nicht zu verpassen, ertönt entweder ein akustisches Signal oder Sie erhalten einen Hinweis auf dem Display. Des Weiteren gibt es Ofenmodelle, die Ihnen sogar eine Nachricht auf ein mobiles Endgerät senden.

Durch diese Möglichkeit sparen Sie nochmals Heizenergie und demzufolge Feuerholz. Während Sie ansonsten ständig die Ofentür öffnen und hineinschauen, ob möglicherweise Feuerholz nachgelegt werden muss, erspart Ihnen die Abbrandsteuerung dies. Dadurch, dass die Tür geschlossen bleibt, bleibt auch die Temperatur im Ofen erhalten, was den Energieverbrauch reduziert.

Lohnt sich eine Abbrandsteuerung?

Zugegeben, die automatische Abbrandsteuerung ist mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Je nachdem, welches Modell Sie sich wünschen, müssen Sie mit Zusatzkosten zwischen 500 bis 1.000 Euro rechnen.

Sie müssten wirklich viel Feuerholz einsparen, um diese Kosten zu relativieren.

Betrachten Sie jedoch den deutlichen Komfort, den Ihnen die Abbrandsteuerung bietet, lohnt sich die Anschaffung durchaus.

Übrigens:

Eine Abbrandsteuerung kann jederzeit nachgerüstet werden.