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Dichtungen regelmäßig auswechseln – warum & wie

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Dichtungen an Kaminöfen

Die Dichtungen eines Kaminofens sitzen an der Ofentür und der Sichtscheibe, weshalb sie auch Tür- und Scheibendichtung genannt werden. In einigen Fällen sitzt zudem eine Dichtung an dem Aschekasten des Ofens. Sie bestehen überwiegend aus resistentem Glasfasergewebe, weshalb sie eine erstklassige thermische Isolationswirkung aufweisen.

Die Bedeutung der Dichtungen für den Brennvorgang

Der voll funktionstüchtige Zustand der Dichtungen ist eine der Grundvoraussetzungen, damit Sie mit Ihrem Kaminofen sicher und effizient heizen können. Sie dichten den Brennraum luftdicht ab und verhindern so das Ziehen von brandbeschleunigender Nebenluft sowie das Austreten gesundheitsschädlicher Rauchgase. Dichtungen sind außerdem flexibel, sodass der Sichtscheibe ein Spielraum zum Ausdehnen während des Brennvorgangs gewährt werden kann.

Auswirkungen verschlissener Dichtungen

Doch welche Auswirkungen haben verschlissene Dichtungen auf das Brennverhalten des Ofens? In erster Linie wäre die Effizienz des Ofens gelindert, da sich das Feuer unbegrenzt Nebenluft ziehen kann und daher besonders schnell abbrennt. Durch diesen schnellen Abbrand kann unter Umständen eine verstärkte Rußbildung auftreten, wodurch unter anderem vermehrt Rauchgase aus dem Brennraum entweichen können.

Die Gefahr weiterer Defekte

Mit verschlissenen Dichtungen riskieren Sie jedoch nicht nur einen uneffizienten Abbrand und setzen möglicherweise Rauchgase frei, sondern können zudem den intakten Zustand weiterer Bauteile gefährden. Dichtungen werden im Laufe des Verschleißprozesses porös und härten aus, was sie unter anderem auch luftdurchlässig macht. Eine ausgehärtete Dichtung kann der Sichtscheibe jedoch nicht den benötigten Ausdehnungsspielraum gewähren, sodass diese unter Umständen brechen kann.

Wechselintervalle der Dichtungen

Die Wechselintervalle richten sich sowohl nach der Befeuerungsintensität als auch dem Alter. Die Dichtungen eines Dauerbrandofens müssen also häufiger gewechselt werden als die eines selten befeuerten Zeitbrand-Ofens. Damit jedoch stets für maximale Effizienz und Sicherheit gesorgt ist, richtet man sich nach einem Zeitintervall von 2-3 Jahren.

Halten Sie sich allerdings nicht zwingend an dieses Zeitintervall. Kontrollieren Sie dennoch regelmäßig den Zustand der Dichtungen und tauschen diese aus sobald es nötig ist.

Dichtungen online bestellen

Dichtungen bestellt man heutzutage am einfachsten online. Bereits mit der Angabe des Herstellers und Modells werden Ihnen alle passgenauen Dichtungen angezeigt.

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Dichtungen selber auswechseln – geht das?

Nun stellt sich vielen natürlich die Frage, ob sie die Dichtungen selber auswechseln können oder ob dafür bestimmtes Fachwissen nötig ist. Die Antwort ist einfach: Sofern Sie keine zwei linken Hände haben, sollte das eigene Wechseln der Dichtungen kein großes Problem darstellen. Doch wie genau wechsel ich die Dichtungen?

So wechseln Sie die Dichtungen ganz einfach selber!

Um die neue Dichtung einzubauen muss die Alte abgezogen und alle zurückgebliebenen Klebereste sorgfältig entfernt werden. Hierfür eignet sich besonders ein Spachtel oder breiter Schlitzschraubendreher. Sind alle Rückstände entfernt, sollte die Oberfläche bereit zum Kleben gemacht werden. Hierfür ist es empfehlenswert, die Oberfläche einmal von Fetten und Rückständen zu säubern, indem sie mit Brennspiritus abgewischt wird.

Selbstklebende Dichtung mit Klebestreifen

Für den weiteren Installationsverlauf gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es handelt sich bei Ihrer Dichtung um eine selbstklebende, sodass keine weiteren Utensilien benötigt werden, oder um eine normale Dichtung, sodass ein Dichtungskleber benötigt wird.

Normale Dichtung ohne Klebestreifen

Die Installation einer selbstklebenden Dichtung gestaltet sich relativ einfach. Die Schutzfolie des Klebestreifens wird nach und nach abgezogen und die Dichtung fest auf die vorgesehene Nut der Feuerraumtür geklebt. Sofern es sich um keine selbstklebende Dichtung handelt, wird der Kleber zuvor punktuell auf die Nut in der Feuerraumtür aufgetragen und die Dichtung „herangedrückt“.

Nach dem Kleben der Dichtung bedarf es einer 12-24 stündigen Trocknungszeit. Nach dieser Zeit ist der Kleber ausgehärtet und der Kaminofen wieder komplett einsatzbereit.