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DIBt-Zulassung

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DIBt-Zulassung

DIBt bedeutet „Deutsches Institut für Bautechnik“. Ein Zertifikat, welches von diesem Institut ausgestellt wird, bezeichnet man als „DIBt-Zertifikat“. Auf Grundlage dieser Zulassungen können dann beispielsweise CE-Kennzeichnungen vergeben werden.

Der Verbraucher erhält hierdurch die Sicherheit, dass es sich um eine geprüfte Technik handelt.

Im Bereich der Heizungsanlagen und Kaminöfen bedeutet das konkret:

Viele technische Bauprodukte wie beispielsweise Kaminöfen unterliegen in der heutigen Zeit der sogenannten DIN-Norm. Das bedeutet, dass bei der Herstellung auf die Einhaltung dieser Norm geachtet wird, um die größtmögliche Sicherheit zu erreichen. Gibt es eine solche DIN-Norm nicht, hat der Verbraucher keinerlei Sicherheit, ob es sich um ein zugelassenes Produkt handelt, welches eine hohe Qualität aufweist. In einem solchen Fall kann die DIBt-Zulassung erfolgen.

Für raumluftunabhängige Festbrennstofföfen muss die DIBt-Zulassung beantragt werden.

Bedeutung der DIBt-Zulassung für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser

Wenn Sie ein Niedrigenergiehaus oder ein Passivhaus bauen, möchten Sie hiermit eine möglichst hohe Energieeffizienz erreichen. Das bedeutet, dass die Häuser derart isoliert gebaut sind, dass sie regelmäßig gelüftete werden müssen. Diese Belüftung erfolgt über eine integrierte Belüftungsanlage.

Die Anlage funktioniert folgendermaßen:

Aus einigen Zimmern wird Luft abgesaugt und dann wiederum in die anderen Räume verteilt. Hierbei kann es zu einem gefährlichen Unterdruck kommen, der dafür sorgt, dass die Abgase, die eigentlich durch den Schornstein abgeleitet werden sollten, in den Wohnraum gelangen. Es besteht Lebensgefahr!

Damit dieses Problem vermieden werden kann, wurde extra eine eigene Feuerstättenverordnung erschaffen, die festlegt, wie stark dieser Unterdruck maximal sein darf.

Um die Gefahr zu vermeiden, dürfen in einem Niedrigenergie- bzw. Passivhaus ausschließlich Kaminöfen verwendet werden, die mit den raumlufttechnischen Anlagen kompatibel sind. Sie müssen zudem durch DIBt-Zertifikat zugelassen sein. Die Öfen müssen, um zugelassen zu werden, nicht nur über eine hohe Dichtigkeit verfügen, sondern auch an einen Außenanschluss gekoppelt sein.

Außerdem muss die Anlage über eine automatische Sicherungsabschaltung verfügen, die den Ofen abschaltet, sollte der Unterdruck über den Maximalwert steigen.

Ehe die Anlage in Betrieb genommen werden kann, müssen sämtliche Bestandteile durch einen Schornsteinfeger abgenommen werden.