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Feuerraumauskleidung – Schamotte, Vermiculite & Co.

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Brennraumauskleidung

Ein wichtiger Bestandteil eines Kaminofens ist die Feuerraumauskleidung. Diese besteht meist aus mehreren Brennraumsteinen – Schamotte, Vermiculite und Skamol sind hier die meist verarbeiteten Steine.
Die Brennraumauskleidung setzt sich überwiegend aus folgenden Feuerraumsteinen zusammen:

  • Bodensteine
  • Seitensteine
  • Rückwandsteine
  • Zugumlenkung

Wo bestehen nun die Unterschiede von Schamotte und Vermiculite?

Schamotte und Vermiculite lassen sich schlecht miteinander vergleichen. Beide haben Eigenschaften die für sie sprechen. Und dennoch sind sie, bis auf die Feuerfestigkeit, komplett unterschiedlich.

Schamotte

Schamottsteine sind wegen ihrer Eigenschaft als Wärmespeicher sehr gefragt. So wird Schamotte hauptsächlich in Kaminöfen, Schornsteinen, als Pizzastein, in Elektrogebäudeheizungen und bei der Feuerbestattung verwendet.

Schamotte Stein
Brennraumstein Schamotte kaminofen.info

Schamotte gibt lange Zeit nach dem Erlöschen des Feuers noch Wärme ab. Schon früher wurde Schamotte in und an Kaminöfen verbaut. Denn Schamotte war früher schon erschwinglich und wegen seiner Abgabe von Wärme sehr beliebt. Außerdem schützt er das umliegende Gehäuse vor der Hitze des Feuers. Dies ist besonders wichtig, damit sich das Gehäuse des Kamins nicht verzieht.
Künstlich hergestellt besteht Schamotte hauptsächlich aus Ton und Aluminiumoxiden und hält bis zu 1500 °C aus.

Bei regelmäßiger Befeuerung des Kamins können die Schamottesteine brechen oder reißen. Deswegen sollten Sie das Brenngut vorsichtig in den Brennraum legen, um den Schamottestein nicht zu beschädigen.
Brennraumsteine gehören zu den Verschleißteilen eines Ofens. Daher kontrollieren Sie die Steine regelmäßig.
Schamotte unterscheidet sich in der Dichte und Schwere zu Vermiculite. So ist ein Schamottestein sehr schwer und ähnelt von der Dichte her den Ziegelsteinen.

Schon gewusst? Schamotte wurde erstmals 1849 in Deutschland hergestellt.

Schamotte ist entweder trockengepresst oder durch Schlickerguss in die richtige Form gegossen. Grundgesetzlich gilt, je trockener die Schamotte Masse bei der Formgebung ist, desto feuerfester ist der Stein im Nachhinein. Achten Sie beim Kauf von Schamottesteinen unbedingt auf die Qualität. Der Oxidgehalt sollte mindestens 30 % enthalten.

Vermiculite

Vermiculitesteine rücken immer mehr in den Fokus und werden gern in Kaminöfen verbaut. Durch Vermiculite erhöht sich der Wirkungsgrad bei der Verbrennung. Vermiculite ist ein natürliches Material. Es wird aus Glimmerschiefer gewonnen. Die in den Vermiculitteplatten eingeschlossene Luft sorgt für eine geringe Wärmeleitung, somit isoliert Vermiculite hervorragend.

Brennraumstein Vermiculite
Brennraumstein Vermiculite kaminofen.info

Mit Brennraumsteinen aus Vermiculite können höhere Verbrennungstemperaturen erzielt und somit die Schadstoffemissionen gesenkt werden.
Vermiculite wird hauptsächlich als Brandschutz sowie Wärme – und Schallschutz verwendet, beispielsweise als Leichtbauschornstein. Vermiculite hält Temperaturen von bis zu 1100 °C aus.

Auch im Terrarium oder im Garten bei der Aufzucht von Pflanzen, wird Vermiculite eingesetzt.
Vermiculiteplatten können Sie sehr gut selber schneiden. Das Material lässt sich ähnlich wie Holz bearbeiten.
Übrigens, Skamol ist eine weitere Form von Vermiculite. Skamol besitzt eine festere Oberfläche, sodass auch feine Muster in die Brennraumsteine gearbeitet werden können.

Feuerraumauskleidung selbst austauschen – ganz einfach!

Ist Ihnen bei der regelmäßigen Kontrolle aufgefallen, dass ein Brennraumstein kaputt ist? Wenn Sie regelmäßig feuern, müssen Sie auch irgendwann die Brennraumsteine wechseln. Ob nun Schamotte oder Vermiculite, Skamol oder Keramott, die Feuerraumsteine lassen sich ganz einfach austauschen.

Ist ein Stein gebrochen, gerissen oder zerbröselt müssen Sie ihn austauschen. So vermeiden Sie mögliche Folgeschäden am Korpus. Durch defekte Steine wird das Brennverhalten des Kaminofens negativ beeinflusst.
Normalerweise ist das Austauschen der Steine kein Problem. Kontrollieren Sie alle restlichen Steine auf Verschleißerscheinungen, um diese direkt mit auszuwechseln.
Sobald die neuen Steine vorhanden sind, können Sie die alten entnehmen.

Wichtig: Der Korpus sollte vor der Entnahme komplett ausgekühlt und gereinigt sein!

Feuerraumauskleidung
Feuerraumauskleidung kaminofen.info

Überwiegend entnimmt man die Zugumlenkung zuerst. Diese hebt man mit einer Hand an um die Seitensteine zu gelangen. Sind die Seitensteine entnommen, können Sie die Zugumlenkung vorsichtig heraus nehmen.
Dann wird der Feuerrost entfernt. Entweder von oben oder durch die Aschekasten-Öffnung. Sobald das Rostlager entfernt ist, können Sie die Bodensteine problemlos heraus nehmen.
Sobald alle Brennraumsteine aus dem Kamin entfernt sind, können Sie die neuen und ggf. alten Steine wieder einsetzten. Angefangen mit den Bodensteinen, werden dann die Seitensteine und zuletzt die Zugumlenkung eingesetzt.

Egal ob Schamottesteine oder Vermiculiteplatten, das Entfernen und Einfügen der Steine sollte vorsichtig geschehen, um die Steine beim Aus- und Einbau nicht zu beschädigen.

Sollte nicht ausdrücklich drauf hingewiesen werden, brauchen Sie die Brennraumsteine nicht zusätzlich verkleben.

Wenn Sie auf der Suche nach passenden Feuerraumsteinen für Ihren Kaminofen sind, finden Sie diese auf www.wamiso.com.

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