Besonders wenn man sich zum ersten Mal mit Kaminöfen beschäftigt, sind einem viele Kaminofen-spezifischen Begriffe noch unbekannt. Daher habe ich eine Liste mit Erklärungen der wichtigsten Begriffe rund um den Kaminofen zusammen gestellt.
Beschickung
Hört sich witzig an, bedeutet aber das Einfüllen von Feuerungsmaterial in einen Kaminofen.
Drehbarer Kaminofen
Der Kaminofen ist optional drehbar. Damit hat man aus unterschiedlichen Richtungen im Raum immer den Blick auf das Flammenspiel.
Drosselkappe
Die bei zu starkem Schornsteinzug im Rauchrohr oder Die Drosselkappe ist direkt in den Abgasstutzen des Kaminofens integriert. Sie kann stufenlos eingestellt werden und dient der Grundabstimmung des Kaminofens. Je stärker der Schornsteinzug im Rauchrohr, desto mehr kann die Drosselklappe geschlossen werden.
Funkenschutzplatte
Die Funkenschutzplatte schützt den brennbaren Boden vor der Feuerraumtür gegen evtl. herausfallende Glutstückchen. Diese Platte muss die Feuerraumtür nach vorne um mind. 50 cm und zu den Seiten um mind. 30 cm überragen und besteht in der Regel aus Sicherheitsglas, Stahl oder Edelstahl. Siehe auch Artikel “Was man beim Kauf einer Kaminofen Bodenplatte beachten sollte“.
Feuerraumauskleidung
Die Feuerraumauskleidung besteht bei Kaminöfen überwiegend aus Schamotte- oder Vermikuliteplatten. Diese dienen zum Schutz des Feuerraums und ermöglichen eine bessere Wärmeabstrahlung in den Aufstellraum des Kaminofens. Die Feuerraumauskleidung muss erst ersetzt werden, wenn Teile der Auskleidung abbrechen und der Stahlkorpus darunter sichtbar wird.
Luftregler
Der Luftregler dient zum Einstellen der richtigen Luftmenge, welche in den Brennraum des Kaminofens gelangen soll.
Nennwertleistung
Die Nennwertleistung eines Kaminofens wird lt. DIN 18891 ermittelt. Für das Erreichen der Nennwärmeleistung ist der Abbrand einer definierten Menge Brennstoff notwendig. Auf diese Heizleistung ist der Kaminofen geprüft und mit dieser Leistung wird auch das Raumheizvermögen ermittelt.
Primärluft
Primärluft wird unmittelbar dem Verbrennungsort zugeführt. Damit ist die Luft gemeint, die durch den Aschekasten bzw. durch den Rost direkt bis unter die Flamme geführt wird. Siehe auch Artikel “Wie funktioniert eigentlich ein Kaminofen?”
Rauchrohr
So nennt man das Verbindungsrohr zwischen Kaminofen und Schornstein
Raumheizvermögen
Mit dem Raumheizvermögen wird eine Entscheidungshilfe für die Auswahl der Leistungsgröße des gewünschten Kaminofens vom Kaminofenhersteller bereitgestellt. Ein Kaminofen sollte für den Aufstellraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Die Faustregel ist, dass Sie pro kW Nennwärmeleistung mindestens 15 – 20 m3 Wohnraum beheizen können.
Sekundärluft
Die Sekundärluft wird zur hauptsächlichen Luftzufuhr, wenn das Feuer einmal brennt. Sekundärluft wird an der Sichtscheibe entlang geführt. Man spricht in diesem Fall von einer Scheibenspülung.
Scheibenspülung
Eine Scheibenspülung leitet Sekundärluft von oben über die Scheibe nach unten in den Feuerraum und erzeugt ein schützendes Luftpolster an der Scheibe. Dieses Luftpolster stellt sicher, dass die Kaminofenscheibe über einen längeren Zeitraum rauch- und rußfrei bleibt.
Speckstein
Speckstein ist ein Naturstein, welcher auf Grund seiner guten Wärmespeicherfähigkeit als Verkleidung für Kaminöfen genutzt wird
Vermiculit
Vermiculit ist ein hochhitzebeständiges, natürliches Mineral, welches als Dämmstoff im Feueraum des Kaminofens eingesetzt wird.
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Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis zwischen freigesetzter Energie und tatsächlich nutzbarer Wärme. So bedeutet zum Beispiel beim einem Kaminofen ein Wirkungsgrad von 80% , dass 80% der zugeführten Brennstoffenergie der Erwärmung des Raumes zugute kommt und 30% als Abgasverlust durch den Schornstein entweichen.


